Halbzeit

Montag, 31.03.2014

Bei mir wurde nun zur Halbzeit gepfiffen und ich kann auf ein wahnsinnig spannendes  halbes Jahr zurückblicken. Ich habe in der Zeit so viel lernen können und neue Erfahrungen sammeln können. Mein Horizont ist gewachsen. Mein Verständnis ist gewachsen. Mein Wissen ist gewachsen. Meine Dankbarkeit ist gewachsen. Meine Anzahl an Freunden ist gewachsen. Mein Verständnis von zu Hause ist gewachsen. Meine Geduld ist gewachsen. Mein Mut ist gewachsen. Mein Glaube ist gewachsen. Nur meine Körpergröße ist nicht gewachsen, allerhöchstens in die Breite.

Das neue Schuljahr hat mit neuen Aufgaben begonnen. Svenja und ich sind nun die offiziellen Englischlehrer der Grundschule, weil der ehemalige Lehrer überraschend die Schule verlassen hat, bis sie einen neuen Lehrer gefunden haben. Desweitern helfen wir in den Mittagspausen dem zweiköpfigen Küchenteam dabei, das Essen zu verteilen und den Raum im Anschluss zu säubern. Als neuer Aufgabenbereich kam der Deutschunterricht hinzu.  Der überraschende Teil daran war, dass wir dies an der ganzen Schule geben sollten, sprich auch bis zum Abiturjahrgang. Zu Beginn hörte sich das nach einer großen Herausforderung an, denn wir hatten vorher noch keine Erfahrung die älteren Schüler zu unterrichten. Was für einen Ton schlägt man an, wenn man mit ihnen redet? Werden sie uns als Lehrer respektieren? Doch es hat sich gezeigt, dass es sehr viel Spaß macht die Älteren als Schüler zu haben. Wir haben nicht das Lehrer-Schüler Verhältnis sondern eher ein freundschaftliches, weil manche zum Teil so alt sind wie wir, aber sie respektieren uns als Personen, die ihnen etwas Neues beibringen. Wir nutzen die Stunden nicht nur um die Sprache beizubringen, sondern ihnen auch unsere deutsche Kultur näher zu bringen. So haben wir auch in den Stunden schon Bilder von unserer Heimat gezeigt oder über deutsches Essen gesprochen.  Insgesamt mag ich meinen Aufgabenbereich sehr, da ich dass Gefühl habe einen größeren Dienst zu leisten und mich mehr einbringen zu können. Gleichzeitig ist es aber auch anstrengender, weil man mehr planen und vorbereiten muss.

Anfang dieses Monates wurde der Zwischenseminar unserer Organisation zur Hälfte des Jahres veranstaltet. Alle  15 Freiwillige in Kolumbien plus Mentoren wurden auf eine Finca in der nähe von Cali geladen. So konnte ich auch Cali ein bisschen kennenlernen. Es war sehr schön alle Freiwilligen wieder zu sehen, die mittlerweile schon zu sehr guten Freunden geworden sind. Man konnte sich über alle neu gewonnen Erfahrungen austauschen und die kulturellen Unterschiede zusammen reflektieren. Es war auch sehr gut, den Leiter der Organisation mit dabei zu haben, denn ich habe das Seminar mit dem Gefühl verlassen, wirklich sehr gut betreut zu sein. Insgesamt war es eine tolle, lustige und intensive Zeit und ein Highlight im Jahr.

Ein schönes Erlebnis war ein kleiner Ausflug am Wochenende nach Barranquilla. Die Stadt ist ca. 5 Stunden von Riohacha entfernt und auch an der Küste. Es ist eher eine Industriestadt und viele Jugendliche studieren dort, aber es gibt nicht all zu viel zu sehen.  Doch wir haben einen Freund und einen ehemaligen Lehrer unserer Schule besucht und hatten eine schöne Zeit.

Bisher kann ich also immer noch sehr viel Positives berichten und genieße es hier zu sein! 

An dieser Stelle würde ich gerne noch einmal erwähnen, dass mein Freiwilligendienst natürlich auch mit Kosten verbunden ist, die bisher noch nicht alle gedeckt sind. Ich weiß, dass sehr viele mich schon finanziell unterstützt haben, wofür ich sehr dankbar bin. Aber wenn ihr es auf dem Herzen habt mich zu unterstützen oder ihr nicht wisst was ihr mit eurem viel zu schweren Geldbeutel anfangen sollt, dann könnt ihr gerne an mich denken.  Spenderdaten stehen  rechts an der Seite.

 

Saludos, abrazos y besitos desde Colombia

Bernice

Der Raum von Preescolar Preescolar Pause In der Schule Englisch-Unterricht Besuch von meiner Länderpatin aus Deutschland Bazar gastronomico in der Schule Bazar gastronomico in der Schule Unsere Sekretärinnen Unsere Dame für alles Unser Schulkoch und Isaac Der frischgewählte Schulsprecher Open Night in unserer Schule Unsere 9.Klässler Sammy, der Familienhund Senora Elsa, die Direktorin meiner Schule Geburtstag von Senora Elsa Einkaufen Karneval Sonnenuntergang in Riohacha Unsere Straße Unser Haus (Die obere Wohnung) Nachbarschaft Moises und Isaac Salchipapa :) Isaac und seine Cousins Cousinen von Isaac Zwischenseminar Rede des deutschen Konsuls in Cali Aussicht auf Cali Barranquilla Unser Freund aus Barranquilla und der größte Kolumbianer den es gibt Babyshower in Barranquilla Barranqilla

Cómo te quiero, Colombia!

Dienstag, 28.01.2014

Dezember und Januar waren zwei sehr schöne Monate, denn ich war auf Reisen.  10 weitere Freiwillige und ich folgten dieser Route an der Küste im Norden Kolumbiens: Zuerst der Tayrona Park in dem Svenja und ich schon waren, Taganga, Minca, Santa Marta und zum Schluss Cartagena.  

Der Tayrona Park ist ein Nationalpark, der früher von den Tayrona Indianern bewohnt war. Hier grenzt die Sierra Nevada direkt ans Meer an. Mit dem bisschen was ich schon von der Welt gesehen habe, würde ich den Park als einer der schönsten Orte der Welt küren. Strand, Urwald und Gebirge auf einem Fleck sind schon etwas Besonderes. Überraschend war, wie viele Deutsche man dort getroffen hat. Es schien als tummelten sich dort nur Deutsche, Amerikaner und Kolumbianer! Geschlafen wurde übrigens in Hängematten, was wir fast den ganzen Urlaub über beibehielten. Danach ging es mit einer wilden Bootsfahrt nach Taganga. Taganga ist ein kleines Fischerdorf neben Santa Marta und liegt in einer Bucht umringt von trockenen Gebirgszügen bestückt mit Kakteen, sodass man sich nach Mexiko versetzt fühlt. Da Svenja und ich beschlossen hatten Weihnachten bei unserer Familie in Riohacha zu verbringen, haben wir unsere Reisegruppe nach Tagagna für die Feiertage verlassen.

Zwar wird hier um die Weihnachtszeit wild dekoriert, dass jedes Haus wie eine Diskothek wirkt, aber ansonsten wird kein großer Trubel um Weihnachten gemacht. Die Wenigsten schenken sich etwas und angesichts der Temperaturen kam für mich auch keine wirkliche Weihnachtsstimmung zu Stande.  Aber dennoch war es schön und wir wurden von Senora Elsa, unserer Rektorin an Heiligabend zum Essen eingeladen.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag zog es Svenja und mich dann wieder zu unserer Reisegruppe nach Minca. Minca an sich ist nur ein kleines Dorf in der Sierra Nevada hat aber im Umkreis einiges zu bieten: Natürliche Pools, Wasserfälle und alles was ein Action-Herz begehrt wie z.B. Paintball. Unser Hostel war auch etwas Besonderes. Es lag auf einer Anhöhe über Minca mit Blick über die Sierra Nevada bis Santa Marta und das Meer und war im Prinzip nur eine Holzhütte ohne Wände, aber mit viel Liebe ganz im Hippie-Stil dekoriert. Kleine Anekdote: Wie die Meisten wissen bin ich Kontaktlinsen Träger und habe dementsprechend mein Kontaktlinsen-Wasser mitgenommen. Nun besitzt dieses Hostel einen Hund. Leider hat dieser meine Flasche mit dem Kontaktlinsen-Wasser als kleinen Snack erkoren und nichts mehr übrig gelassen. So war ich gezwungen nach Santa Marta zu fahren, was ca. eine Stunde Fahrt entfernt von Minca liegt, um mir dieses Mittel wieder zu kaufen, da ein Dorf wie Minca so etwas ja nicht besitzt.Weinend

Für Silvester sind wir dann nach Santa Marta und feierten zusammen in das Neue Jahr hinein und verbrachten noch ein paar entspannte Tage dort am Strand oder in der Stadt. Das Ende unseres Urlaubs bildete Cartagena. Diese Stadt bietet eine wunderschöne Altstadt im spanischen Stil, bunte Hausfassaden mit Balkonen und Kathedralen. Da die Altstadt noch mit den Weihnachtslichtern beleuchtet war, war es gerade bei Nacht wirklich schön. Allerdings war Cartagena auch voll von anderen Touristen, da im Winter die Hochsaison ist. Außerdem hatten wir dort die Chance, das weltwärts-Projekt im Armenviertel San Fransico zu besuchen, welches auch eine Schule ist.

Es war ein wirklich toller Urlaub und ich konnte Kolumbien noch mehr kennen lernen. Kolumbien ist ein wunderschönes Land ist und unbedingt eine Reise wehrt. Nun bin ich einmal mehr dankbar, hier sein zu können. Außerdem war es schön die anderen Freiwilligen wieder zu sehen und sich über seine neuen Erfahrungen auszutauschen.

Bilder bitte nur auf eigene Gefahr anschauen! Man könnte neidisch werden! Zwinkernd Leider kann ich nur wenige Bilder von Cartagena zeigen, da die Kamara von Sevnja es nicht bis nach Hause geschafft hat und im Rucksack unserer Mitfreiwilligen in Medellin gelandet ist.

Zurück zu Hause warteten wieder Streicharbeiten auf Svenja und mich, welche wir nun erfolgreich beendet haben. Die Schule ist wieder bereit seine Schüler aufzunehmen und ich freue mich schon richtig darauf die Kinder wieder zu sehen. Das neue Jahr wird für mich auch ein kleiner Neuanfang. Durch das bessere Spanisch, wird es jetzt einfacher zu unterrichten. Außerdem ist das Lehrerkollegium der Primaria fast komplett erneuert worden und Svenja und mir wurde mehr Verantwortung im Englischunterricht übergeben, weil wir da mit unseren Kenntnissen am besten unterstützen können. Momentan ist eine Einführungswoche für die neuen Schüler, welche vorher noch nicht im Gimnasio Simon Bolivar sind und nächste Woche kommen dann alle wieder zurück und es geht looooos.Lächelnd

 PS: Kleine kolumbianische Tagesschau und was die Kolumbianer gerade beschäftigt:

 Die Saison des Karnevals hat auch hier begonnen.

Falcao – El Tigre, der momentan beste Fußballspieler Kolumbiens, hat sich verletzt und kann wahrscheinlich nicht bei der WM mitspielen. (Das war sogar für mich ein kleiner Weltuntergang!)

Heiligabend Weihnachtspaket aus Deutschland Improvisierte Plätzchen Kitschige Weihnachtsbeleuchtung Tayrona El Cabo in Tayrona Hütte im Stil der Tayrona Indianer   Mango-Frühstück in Tayrona Sonnenaufgang in Tayrona Minca  Der Weg zum Hostel in Minca Das Hostel Unsere Hängematten Die Aussicht El Pozo Azul - Natürlicher Pool Sonnenuntergang in Minca Paintball!! Wasserfall-Dusche Meine Freiwilligen-Crew Kathedrale in Cartagena Ein bisschen Altstadt im Hintergrund Das weltärts-Rpjekt in Cartagena mit der Leiterin Lourdes Selbstgebasteltes Englisch-Memorie für die Kids Opfer des Karnevals

Weihnachtsgrüße

Dienstag, 24.12.2013

Von Mangos, Kakerlaken und Bücherwürmern...

Freitag, 13.12.2013

Die Zeit vergeht für mich hier rasend schnell und schon wieder ist ein Monat um. In diesem Blogeintrag soll es sich unteranderem  um die schöne und die nicht so schöne Flora und Fauna Kolumbiens drehen. Denn diese habe ich noch mit keinem Wort erwähnt, obwohl ich damit täglich zu tun habe.

Fangen wir mit dem Schönen an: Wegen der Trockenheit in La Guajira wächst hier nicht sonderlich viel, aber fast an jeder Ecke steht ein Mangobaum. Leider ist die Mangosaison schon zu Ende, aber an so manchen Bäumen kann man noch Mangos finden. Que ricos son!

Ein Tier, was mir hier oft begegnet ist der Leguan Iguana. Es gibt kleine Iguanas aber auch ca. 60cm große, welche meisten in den Bäumen sitzen. Auch in unserem Schulhof stehen von Iguanas besetzte Bäume. Manche Schüler hatten schon das Pech genau in dem Moment unter einem Baum zu stehen, als ein Iguana seine Notdurft verrichtete Lachend.

Es folgt das nicht so schöne:

Plage Nr.1: Die Moskitos. Sie sind klein, sie sind viele und  sie sind hungrig. Es vergeht kaum ein Tag an dem man nicht gestochen wird. Aber dank Autan, Fenistil und Co. wird man nicht vollständig aufgefressen Zwinkernd.

Plage Nr.2: Die Kakerlake. Es ist das wohl ekligste Tier, dem ich je begegnet bin und es gibt sie in jeder erdenklichen Größe. Meine Lieblings-Version der Kakerlake (Ironie lässt grüßen!) ist ca. 7cm groß, kann fliegen (Ja! Manche können zu allem Übel auch noch fliegen!) und hat sich in unsere Wohnung verirrt! Inzwischen wurde es in unserem Haushalt zu meinem Job die Kakerlaken zu beseitigen. Wie ich das mache? Mein Freund und Helfer: Raid Insektenspray. Seit ich dieses Tier kennen gelernt habe, sind Spinnen und der Gleichen absolut kein Problem mehr für mich.

Plage Nr.3: Die Ameisen. Man darf hier auf keinen Fall Essen offen stehen lassen. Denn spätestens nach 15 Minuten haben Ameisen den Leckerbissen entdeckt und transportieren so viel sie können in einer langen Ameisenstraße in ihr Nest.

Aber genug gemotzt!

Vor über zwei Wochen haben in Kolumbien die großen Schulferien begonnen, was unseren Sommerferien in Deutschland entspricht. Das hieß aber für uns Freiwillige nicht, dass es in dieser Zeit nichts für uns zu tun gab. Auf uns wartete praktische Arbeit, auf die ich mich sehr gefreut habe. Das war mal eine Abwechslung für mich! Es begann damit, den Schulhof und die äußeren Wände in den Schulfarben weiß und rot zu streichen. Die Woche darauf haben wir uns an der schuleigenen Bibliothek  zu schaffen gemacht.  Die Bibliothek ist ein Raum groß, der in den letzten Jahren eher als Rumpelkammer benutzt wurde. In der Zeit hatte sich ziemlich viel Staub angesammelt und auch ein paar Bücherwürmer, von denen wir die Bücher befreien durften. Nachdem das getan war, durften wir wieder streichen; unteranderem auch den Klassenraum der Vorschule. Insgesamt hat das alles Spaß gemacht, gerade weil man nach dem Streichen ein Resultat sieht! Das freut jedes Arbeiterherz Lächelnd! Die Bibliothek sauber machen war nicht meine Lieblingsarbeit, weil es doch sehr monoton wird jedes einzelne Buch abzuwaschen, aber das Resultat kann sich auch sehen lassen!

Ansonsten geht es mir immer noch sehr gut! Ich bin einfach sehr dankbar, dass ich hier sein kann. Inzwischen hat man immer mehr Leute kennen gelernt, Freundschaften sind geschlossen worden, mit denen man das Arbeiten super ausgleichen kann Lächelnd. Ab nächster Woche habe ich dann auch Urlaub und werde mit Svenja und  ein paar anderen Freiwilligen auf Reisen gehen. Für Weihnachten werden Svenja und ich wieder nach Riohacha gehen um mit unserer Gastfamilie zu feiern und uns danach wieder unserer Reisegruppe anschließen. Wir werden wieder den Tayronapark  besuchen, dann Minca und zum Schluss Cartagena, die Karibikstadt schlecht hin! 

Saludos desde Colombia!

Kleiner Iguana Vorher Nachher Bibliothek vorher Arbeitsausrüstung Bibliothek danach Bibliothek danach Kolumbianischer Geburtstag Deutschunterricht Der beste Empanada-Stand Feierabend-Fußball Ausgleich :) Yira, Svenja und Isaac Der Hahn vom Nachbarn Tankstelle Der Jugo-Tiendas ( Unser Lieblings Strand in Riohacha Kulturzentrum in Riohacha Die Lehrer in Schale geworfen Schulfest Schulfest Yiras Geburtstag

Mein kleines kolumbianisches ABC

Montag, 04.11.2013

A wie Alltag: Inzwischen habe ich hier meinen Alltag entwickelt. 6.30Uhr klingelt der Wecker, 8.00Uhr beginnt die Schule, 16.00Uhr geht’s nach Hause, Essen, Trinken, Unterricht vorbereiten, Schlafen.

B wie Bargeld: In Kolumbien bezahlt man mit Peso. Die Scheine beginnen bei 1000 Peso was ungefähr 40Cent entspricht. Diese hohen Zahlen geben mir hier ständig das Gefühl, zu viel für Sachen zu bezahlen und das alles teuer ist, obwohl dies nicht der Fall ist.

C wie chévere:  Chévere ist ein lateinamerikanisches Wort und bedeutet so etwas wie „toll“ oder „cool“ und scheint hier das wichtigste Wort zu sein!

D wie Deutschland: An Deutschland vermisse ich am Meisten meine Familie und Freunde. Das musste ich natürlich schreiben! Lachend Aber mal abgesehen davon, vermisse ich deutsches Essen. Mal wieder richtiges Brot oder einen schönen Wecken, Spätzle mit Soße…..Ich tröste mich hier mit überteuertem Nutella, was mich an zu Hause erinnert!

E wie Espanol: Mein Spanisch verbessert sich von Tag zu Tag. Inzwischen bin ich soweit, dass ich mich mit den Leuten so unterhalten kann, dass ich nicht nach jedem zweiten Satz noch einmal nachfragen muss. Nicht nur meine Sprachkenntnisse wachsen, sondern auch die Liebe zu dieser tollen Sprache!

F wie Ferien: Im Oktober gab es eine Woche Herbstferien und das hieß auch für uns Freiwillige Urlaub! Zusammen mit Svenja war ich im Parque Tayrona. Das ist ein Nationalpark, der Urwald, Berge und Strände bietet. Mit einem Rucksack, gepackt mit Essen und Kleider für 3 Tage, sind wir dort von Campingplatz zu Campingplatz gewandert. Die Landschaft war einfach wunderschön und mit nichts zu vergleichen, was ich bisher gesehen habe! Es war ein wirklich tolles Erlebnis.

G wie Geburtstage: Wenn ein Kind in der Schule Geburtstag hat ist das etwas Besonderes. Dann kommen die Eltern oder Verwandte und bringen Torten mit um zu feiern. Dann wird aus dem Unterricht mal schnell ein Kindergeburtstag mit „Reise nach Jerusalem“  und Geburtstagsständchen.

H wie halbwüchsig: Vor Kolumbien dachte ich, dass ich mit meinen stolzen 1,58m super reinpasse. Und Kolumbianer sind im Allgemeinen auch kleiner als Deutsche. Aber dennoch gehöre ich einfach zu den Kleinsten hier. Manche Kinder aus der 4./5. Klasse überragen mich schon!

I wie Isaac: Isaac, mein 8 jähriger Gastbruder, ist ein echtes Goldstück. Er hat mich und Svenja total gut aufgenommen und verbringt fast die ganze Zeit in unserem Zimmer. Wir bringen ihm öfters Deutsch bei. Er kann schon bis 20 zählen, die Basics in Deutsch (Hallo, Ich heiße…) und das Lied „Applaus, Applaus“ von den Sportfreundestiller. Sein Lieblingswort ist übrigens „Scherzkeks“.

J wie Jugo: Jugos sind Fruchtsäfte oder Fruchtmilchshakes, die es in ganz Kolumbien gibt und  wahnsinnig lecker sind. Es werden exotische Früchte angeboten, von denen ich noch nie gehört habe, aber auch Früchte die wir in Deutschland kennen. Meine Lieblingsjugos sind bisher Lulo und Banane Lächelnd.

K wie Kuchen: In Deutschland kann fast jeder einen einfachen Rührkuchen backen. Hier ist das eine totale Seltenheit.  Svenja und ich wurden regelrecht gefeiert, als wir einen Kuchen zustande brachten. Wohlgemerkt war das hier nicht so einfach. Schwierigkeit Nr.1: Keinen Ofen zu Hause, sondern bei Freunden und dazu noch ein Gasofen. Nr.2:  Kein Rührgerät, keine Waage, keine Kuchenform! Es gab also viel zu improvisieren, aber das Ergebnis war sehr lecker!

L wie Lehrerin: Es klappt immer besser mit dem Unterrichten und Lehrer sein. Den Respekt und das Durchsetzungsvermögen  wie die richtigen Lehrer habe ich noch nicht, aber das ist ja auch klar. Denn letztendlich bin ich auch nur eine Freiwillige. Es macht aber auf jeden Fall Spaß mit den Kindern zu arbeiten.

M wie El Mundial:  Ein großes Ereignis war die Qualifikation der kolumbianischen Fußballnationalmannschaft für die WM im nächsten Jahr. Seit 1994 hat Kolumbien nicht mehr in der WM mitgespielt. Da Fußball hier fast noch wichtiger ist als in Deutschland, war hier das größte Fest mit Autokorso/Motoradkorso! 

N wie Nahverkehr: Um von einem Ort zum anderen zu kommen gibt es 3 Möglichkeiten: Colectivo, Taxi, oder Mototaxi. Das System funktioniert super. Es kommt sehr selten vor, dass man mehr als 5 Minuten auf eine Mitfahrgelegenheit warten muss! Dafür ist der Verkehr aber echt irre! Alle fahren wie sie wollen und wer Erster sein will, der hupt. Manche Fahrten waren schon sehr abenteuerlich.

O wie Offenheit: Was mir hier sehr gefällt ist die Offenheit der Leute. Sobald man Svenja und mich als Ausländer identifiziert, spricht man uns an. Fast täglich lernt man neue Leute kennen und in unserer Nachbarschaft spricht es sich schon herum, dass zwei Mädchen aus Deutschland hier leben. So hatten wir schon spontanen Besuch von zwei Jugendlichen aus unserem Viertel, die uns um Hilfe bei ihren Englisch Hausaufgaben gebeten haben.

P wie Pünktlichkeit: Es stimmt tatsächlich, dass Pünktlichkeit nicht das Wichtigste hier ist. Jeden Morgen kommen wir mindestens 15 Minuten nach Unterrichtsbeginn in die Schule, weil unsere Mitfahrgelegenheit es nicht früher schafft. Aber das bedeutet nicht unbedingt, dass der Unterricht schon im vollen Gange ist. Auch der fängt dann und wann später an. Bisher stört mich das aber überhaupt nicht! Zwinkernd  

Q wie Quallen: Hier gibt es tatsächlich Quallen die Agua mala heißen. Wörtlich übersetzt heißt das „Schlechtes Wasser“.

R wie Regen: Von der Regenzeit scheint Riohacha verschont geblieben zu sein. Es regnet höchstens abends oder nachts. Das liegt zum einen an dem Trockengebiet, in welchem Riohacha sich befindet, zum anderen ist die Regenzeit in diesem Jahr allgemein nicht so ausgeprägt hier.Trotzdem gibt es eine kleine Regengeschichte zu erzählen. An einem Tag begann es schon während der Schule an zu regnen, sodass der Unterricht eine Stunde früher beendet wurde und das zu recht! Nach einer knappen Stunde hatten sich kleine Flüsse auf den Straßen gebildet. Es regnete so stark, dass es auch in unserer Wohnung etwas feucht wurde und ich alle Sachen in unserem Zimmer auf das Bett räumen musste, damit nichts nass wurde. All Inklusive gab es noch einen Stromausfall, was hier aber normal ist, wenn es regnet.  Das war ein kleines Abenteuer für mich! Lachend

S wie Semana Bíblica: Die letzte Woche stand ganz unter dem Motto Bibelwoche oder Semana Bíblica. Täglich, nach zwei Stunden Unterricht, trafen sich alle Schüler auf dem Schulhof, wo es eine Andacht gab. Mittags wurden kleine Theaterstücke aufgeführt oder Lieder vorgetragen, welche die Schüler die Wochen zuvor einstudiert hatten. Auch ich war natürlich darin eingebunden. Mit den Kleinen von der Vorschule hatten Svenja und ich „Gott hat die ganze Welt in seiner Hand“ auf Spanisch aufgeführt und mit der 4. Und 5. Klasse einen kleinen Kanon. Etwas Besonderes war es mit der  3.Klasse ein Theaterstück einzustudieren. Wir wollten eine moderne Version von „Der barmherzige Samariter“ aufzuführen. Es musste der Text auf Spanisch geschrieben werden, die Rollen verteilt werden, Kostüme kreiert werden und geübt werden. Es hat echt Spaß gemacht, das Ganze mit den Kids auf die Beine zu stellen!  Aber es war auch ein Stück Arbeit und zum Teil auch sehr anstrengend, den wilden Haufen leidenschaftlicher Schauspieler unter Kontrolle zu bekommen. Aber der Aufwand hatte sich echt gelohnt! Das Theaterstück hat super geklappt und die Kinder hatten echt Spaß dabei! Ansonsten durfte ich noch in einem Theaterstück der Lehrer als Pantomime mitwirken, was auch total Spaß gemacht hat. Die Bibelwoche ging mit einem kleinen Fest und massige Essen zu ende.

T wie Tanzen: Tanzen ist eine heikle Angelegenheit. Als Deutsche, die weder an viel Körperkontakt noch an kreisende Hüftbewegungen des männlichen (die Jungs machen das hier zum Teil besser als die Mädels) Gegenüber gewöhnt ist, war die erste Konfrontation ein kleiner Schock. Hier kann einfach jeder tanzen; vom 3 jährigen Chico bis zum Großvater.

U wie UNO:  Damit meine ich tatsächlich das Spiel UNO! Svenja und ich sind gerade dabei, es allen beizubringen. Isaac ist im totalen UNO-Fieber und wir müssen es fast täglich spielen. 

V wie Vallenato: Vallenato ist die Musikrichtung die hier rauf und runter läuft. Vallenato und La Guajira ist wie Country Music und Texas. Das Wichtigste ist das Akkordeon und der Sänger. Wenn ihr euch bei Gelegenheit einmal Silvestre Dangond anhört, dann wisst ihr, was hier aus den Boxen schallt.

W wie Winter: Hier kehrt langsam aber sicher auch der Winter ein und es wird spürbar angenehmer. Tagsüber sollte man zwar immer noch die Sonne meiden, aber es ist längst nicht mehr so heiß wie zu Beginn.

X wie Nix: X ist einfach ein blöder Buchstabe.

Y wie Yira: Yira, meine Gastmutter und gleichzeitig Mentorin, ist echt super. Ich verstehe mich sehr gut mit ihr. Sie ist ein bisschen Mutter, aber mehr wie eine Freundin. Ich bin sehr froh bei ihr und Isaac wohnen zu können. Zusammen mit Svenja sind wir schon eine kleine Familie geworden.

Z wie zu Hause: Zum Abschluss will ich noch loswerden, dass ich mich nach zwei Monaten in Kolumbien schon echt zu Hause und am richtigen Platz fühle. Und Dank facebook und skype habe ich mit Heimweh auch nicht wirklich zu kämpfen.

 

Das war jetzt viel Info auf einmal, aber ich hoffe ich konnte euch einen guten Einblick bieten!

Abrazo grande, eure Bernice Lächelnd

Mit der Lehrerin der 1.KlasseMit Geburtstagstorte im Gesicht Isaac Mein 19.Geburtstag durfte ich auch schon feiern Der Kuchen Jugos! Wenn aus Straßen Flüsse werden Andacht während der Bibelwoche Die Vorschüler während der Bibelwoche Svenja und ich als Pantomime Die Crew Tayrona Tayrona Tayrona Tayrona 

Da warens nur noch 11

Montag, 07.10.2013

Kaum zu glauben, aber der erste Monat in Kolumbien ist schon vorbei und es bleiben noch elf. Inzwischen habe ich mich hier ganz gut eingelebt und fühl mich immer noch sehr wohl. In dieser Zeit durfte ich feststellen, dass Kolumbien absolut nichts „deutsches“ an sich hat! Lachend Hier ein kurzer Einblick:

-Täglich gibt es Reis. Ohne Reis darf sich ein Essen nicht Mittagessen nennen. An einem Tag gibt es Reis mit Fleisch, am anderen Tag Reis mit anderem Fleisch und am nächsten Tag, Trommelwirbel, Reis mit Fleisch. Zwinkernd

-Wasser, Milch und Jogurt gibt es fast nur in Tüten zu kaufen. Das erste Mal eine 5 Liter Tüte Wasser umzufüllen hat uns im ersten Moment überfordert.

-Ein Auto hat hier niemals zu wenig Sitze. Die Fahrt zur Schule sieht so aus, dass vorne 2 Erwachsene sitzen und hinten Sevnja und ich mit 5 Kindern auf und um uns. Das macht zusammen 9 Personen in einem Fünfsitzer, aber es funktioniert blendend.

-Das Wort „Nächtliche Ruhestörung“ gibt es nicht. Am Wochenende kann es schon passieren das der Nachbar ein kleines Fest mit seeeehr lauter Musik von 8Uhr abends bis 6Uhr morgens unterhält.

-Die Menschen hier an der Küste gehen das Leben etwas entspannter an und sehen Arbeit und die Schule nicht ganz so ernst wie in Deutschland und mit viel weniger Druck. So wurde hier ein Regenguss am Morgen schnell zur Ausrede für komplette 4 Klassen nicht in die Schule zu kommen und für den Rest zu spät zu kommen. Zwinkernd

Zu meiner Arbeit in der Schule:

Es ist noch nicht wirklich zur Routine geworden zu unterrichten, aber man kennt die Klassen immer besser und kann langsam einschätzen, was man mit welchen Klassen besser und schlechter machen kann. In den morgendlichen Stunden kann man noch sehr gut unterrichten, aber je länger der Tag wird, desto schwieriger ist es ihre Aufmerksamkeit halten. Am Meisten Spaß macht es Englisch und Deutsch zu unterrichten, weil man in diesen Fächern das Gefühl hat tatsächlich etwas übermitteln zu können. Oft werde ich schon mit „Guten Morgen“ oder „Hallo“ von den Schülern begrüßt! ;) Ein paar Kids können schon auf Deutsch zählen, andere kennen das Spiel „Der Fuchs geht rum“ oder das Lied „Mein Hut der hat 3 Ecken! Es macht total Freude zu sehen, wenn jemand etwas von dir gelernt hat. Teilweise ist das Unterrichten schon anstrengend, aber oft passieren auch unvorhergesehene Dinge wie Examen, der Geburtstag eines Kindes oder Fußballturniere, sodass ich meinen Plan meistens gar nicht vollständig durchziehen kann und nicht unterrichten muss. Was noch immer Schwierigkeiten bereitet ist der Mangel an Unterrichtsmaterialien oder Lehrmittel. Man kann nicht einfach mal ein Bild ausdrucken und es dann den Kindern in der Schule zeigen. Deshalb belebe ich gerade meine minimalen künstlerischen Fähigkeiten wieder und male oder bastle alles, was ich zeigen will. Einmal saß ich auch eine halbe Stunde vor dem PC um eine kleine Geschichte für die Vorschule abzuschreiben, um diese dann vorzulesen.So sieht meine tägliche Vorbereitung auf die nächsten Unterrichtsstunden aus.

Natürlich arbeite ich hier nicht nur rund um die Uhr. Am Wochenende gehen Svenja und ich meistens an den Strand. Vor allem gegen 6 Uhr abends ist es schön, wenn die Sonne gerade untergeht. Da Riohacha nicht so sonderlich groß ist, gibt es drei Möglichkeiten um sich die Zeit zu vertreiben: Der Strand, das Einkaufszentrum und Kino. Alle drei Sachen haben wir schon genossen.

Letztes Wochenende waren wir für einen Ausflug an einem Strand in Mayapo, ungefähr 20-30 Minuten von Riohacha entfernt. Es war wirklich sehr schön dort, weil das Wasser viel sauberer als in Riohacha ist. Dort haben wir unser erstes kleines Abenteuer erlebt. Denn als wir wieder fahren wollten, ist das Auto unserer Begleitung in einer Schlammpfütze stecken geblieben und wir mussten 2 Stunden auf Hilfe warten. Aber ein Strand unter Sternenhimmel hat auch seinen Reiz. Lächelnd

Leider war ich auch das erste Mal krank und hatte Fieber. Doch jetzt sind erst mal Ferien und ich habe Zeit mich wieder auszukurieren.

Saludos, eure Bernice

  Die Kleinen der Vorschule Ich beim unterrichten :D   Sonnenuntergang Am Starnd in Riohacha Die 5 Liter Wassertüte

Riohacha - Klappe: Die Erste

Montag, 16.09.2013

Ich bin jetzt seit einer Woche in Riohacha, meiner neuen Heimatstadt und habe schon viel Neues erlebt. Mit dem Flugzeug sind Svenja und ich in Begleitung von Yira, unserer Mentorin und Gastmutter, in Santa Marta gelandet und dann mit dem Taxi durch die Region La Guajira bis zu unserem neuen Zu Hause getuckert.

Ein paar Sätze zu Riohacha: Riohacha ist eine Stadt an der karibischen Küste im Norden von Kolumbiens. Sie ist die Hauptstadt der Region La Guajira. Dieses Gebiet besteht hauptsächlich aus Wüste; es ist also sehr heiß hier, aber trocken.  Die Bevölkerung ist hier sehr gemischt. Viele haben Wurzeln aus Afrika und das Besondere ist auch, dass es noch viele Indios gibt. Riohacha ist keine sehr reiche Stadt und schon sehr ins Alter gekommen. Gerade im Süden der Stadt ist es noch sehr ärmlich. Im Norden von Riohacha ist eine hübsche Strandpromenade. Das Meer ist zwar nicht typisch „karibisch“ türkis-blau, da leider ein Fluss in der Nähe hinzufließt und das Wasser braun färbt, aber Meer ist Meer! Lächelnd Eine weitere Besonderheit sind die colectivos . Das sind Taxis, die aber wie normale Autos aussehen. Um von einem Fleck zum anderen zu kommen, stellt man sich einfach an die Straße und wartet bis eines dieser colectivos hupt, was so viel hießt wie: „Ich habe noch Platz, steig ein!“ :D. Was ich hier außerdem sehr mag ist, dass überall und zu jeder Tageszeit Musik läuft. Die gängige Musik ist Vallenato, was das totale Urlaubsgefühl vermittelt.

Die erste Woche hier begann mit einem kleinen Kulturschock. Es ist hier eben doch sehr anders als in Deutschland. Das Stadtbild,  die Hitze… Zusätzlich kamen dann noch kleine Probleme mit der Kreditkarte und dem Ausländerausweiß. Aber das war schnell überwunden und ich fühl mich hier schon wirklich wohl. Ich wohne bei Yira und ihrem 8jährigen Sohn Isaac. Beide sind super lieb und geben Svenja und mir das Gefühl willkommen zu sein. Mit Svenja teile ich mir ein kleines aber feines Zimmer.

Am Mittwoch waren wir dann das erste Mal im Projekt, dem Colegio Simon Bolivar. Die Rektorin der Schule ist die Mutter von Yira und die ganze Schule scheint ein Familienbetrieb zu sein, von Kioskverkäuferin bis Sekretärin. Es ist eine sehr kleine Schule mit ungefähr 100 Schülern vom Vorschulalter bis zu Abiturienten, die z.T. so alt sind wie ich. Uns erwartete dort eine schöne Begrüßung mit Gesangseinlagen, Tänzen und Plakaten. Da hat man sich gleich willkommen gefühlt. Alle Schüler sind total lieb und wirklich interessiert an uns und Deutschland. Die darauffolgenden Tage hatten wir Freiwillige unsere ersten Arbeitstage. Ich unterrichte Englisch, Deutsch und Religion in der Vorschule und von der 1.-5.Klasse. Die restlichen Stunden sind kreative Stunden, in denen ich die Freiheit habe, mit den Kindern Spiele zu spielen oder ihnen meine deutsche Kultur zu vermitteln. Tatsächlich unterstütze ich nicht den Lehrer beim Unterricht sondern stehe alleine vor der Klasse und halte die Stunde. Das macht zum einen sehr Spaß, weil die Kinder wirklich lieb sind und sehr interessiert. Aber es ist auch sehr anstrengend, weil ich es noch nicht gewöhnt bin einen 8stündigen Arbeitstag zu haben und dann zu Hause den nächsten Unterricht vorzubereiten und weil das Spanisch noch nicht perfekt ist. Aber die Kinder versuchen alles, damit wir sie verstehen und sagen uns Sachen auch 10 Mal! Lachend

Wie ihr seht habe ich bisher viel Positives zu berichten und ich denke es wird ein sehr schönes, aber auch anstrengendes Jahr werden. Lächelnd Das einzige wirklich Negative ist die uuuunglaubliche Hitze. Man schwitzt, auch wenn man nichts macht. Daran muss ich mich noch sehr gewöhnen! 

Liebe Grüße aus Riohacha von einer schwitzenden Bernice

Die Strandpromenade Strand Svenja und ich Die erste Kokosnuss Die Straße vor meinem Haus Der Eingang Yira Isaac in seinem Spidermankostüm Die Schule Ein paar liebe Schüler  Das Examen der älteren Schüler wird im Hof geschriebenDer tägliche Reis mit Grüßen der Schulcafeteria

Bienvenido a Colombia/Willkommen in Kolumbien

Dienstag, 10.09.2013

Die erste Woche in Kolumbien neigt sich langsam dem Ende zu.  Letzten Sonntag bin ich in Bogotá, der Hauptstadt Kolumbiens, gelandet. Die ersten 4 Tage fand ein Entry-Seminar für uns Freiwillige, die Leiter mancher Projekte und unsere Mentoren statt. Hauptsächlich wurde Organisatorisches besprochen. Außerdem hatten wir Besuch von dem Sicherheitsbeauftragten der deutschen Botschaft in Bogotá, der uns Freiwillige für die Sicherheitssituation in Kolumbien aufgeklärte. Mit vor Ort war der Leiter meiner Entsendeorganisation Andreas Sohl, welcher den Seminar geleitet hat.  Wir insgesamt 16 Freiwilligen waren in einem schönen Kloster im Norden von Bogotá  untergebracht. Ein Highlight war dort das Essen. Bei fünf Mahlzeiten an einem Tag konnte man sich nicht beschweren. Dadurch konnte ich schon ein wenig die kolumbianische Küche kennenlernen, wie z.B. arepas (Maisfladen), empanadas (frittierte Teigtaschen mit Fleischfüllung) und patacon (frittierte Bananen). Außerdem habe ich meine Mentorin Yira kennen gelernt, bei der ich in Riohacha zusammen mit Svenja leben werde. Wie auch die anderen Seminare in Deutschland, war es auch hier wieder eine super schöne Zeit.

Nach diesen 4 Tagen Seminar trennten sich dann die Wege der Freiwilligen. Manche sind schon in ihre Gastfamilien gekommen. Lediglich Svenja und ich sowie die Freiwilligen der Projekte in Medellin waren noch 4 weitere Tage in Bogotá. Die übrige Zeit haben wir ordentlich genutzt. Mit Taxis, die sehr viel billiger als in Deutschland sind, haben wir Bogotá erkundet.  Wir waren im botanischen Garten und im Goldmuseum. Besonders schön war der Ausflug auf den 3200m hohen Berg Montserrat. Von dort hatte man eine tolle Sicht auf Bogotá.

Ansonsten gibt es zu Bogotá zu nur noch zu sagen, dass es echt kalt war (zwischen 17-20°C). Dies wird sich in Riohacha aber auf jeden Fall ändern. Zwinkernd

Liebe Grüße

Das Kloster  Alle Freiwilligen in Kolumbien  Svenja und ich Die Aussicht auf Bogotá   Kulinarisches auf Montserrat

Mein Projekt

Montag, 19.08.2013

Es wird Zeit euch mein Projekt in Kolumbien vorzustellen.  Mein neues Zuhause und mein Projekt befinden sich in der Stadt Ríohacha am karibischen Strand im Norden Kolumbiens. Dort werde ich zusammen mit  meiner weltwärts-Kollegin Svenja im Colegio Símon Bolívar meinen Freiwilligendienst absolvieren. Das Colegio ist eine christliche Privatschule, welche Kinder bis zu ihrem Abitur begleitet. Dort dürfen wir vor allem den Lehrern beim Englisch und Musik Unterricht zur Hand gehen. Die Leiter meines Projekts haben mich auch darin bestärkt, selbst Angebote für die Kinder am Nachmittag zu bieten. Mal schauen was Svenja und ich uns da einfallen lassen. Wohnen werde ich bei der Rektorin  der Schule. Bilder sind leider nur spärlich vorhanden, aber die folgen natürlich bald von vor Ort! Lächelnd

Jetzt sind es nur noch ein paar Tage bis zur Ausreise und die Aufregung wird größer.  Doch ich freu mich schon richtig auf Riohacha und mein Projekt und bin gespannt, wie sich alles entwickeln wird. Vor 2 Wochen war das letzte Vorbereitungsseminar meiner Entsendeorganisation, in dem alles Wichtige für den Flug und die Zeit vor Ort geregelt wurde. Es kann also los gehen!

Colegio Simon Bolivar und Rektorin mit Tochter und Enkelin Innenhof der Schule

Bald gehts los

Sonntag, 28.07.2013

Hallo ihr Lieben :)

In einem knappen Monat ist es soweit und ich darf mein Freiwilligendienst in Kolumbien antreten. Hier möchte ich euch regelmäßig von meinen Erlebnissen in Kolumbien berichten und fürs Auge soll es auch ein paar Bilder geben. Ihr dürft gerne meine Blog-Einträge kommentieren. Ich freue mich über jede Nachricht von zu Hause!

Viel Spaß!